In dieser Folge des Europapodcasts sprechen wir mit dem Politikwissenschaftler Prof. Dr. Boris Vormann vom Bard College Berlin über die aktuellen Wahlen in den USA. Vormann, der lange in New Jersey gelebt und an Universitäten in New York und Berlin gelehrt hat, gilt als einer der profiliertesten Kenner der amerikanischen Demokratie.

Die ersten „Zwischenwahlen“ 2025 haben die politische Landschaft der USA neu geordnet. In New York City gewann mit Zohran Mamdani ein junger, progressiver Sozialist – in Virginia und New Jersey hingegen setzten sich moderate Demokratinnen zur Wahl ins Gouverneursamt durch. Was sagt dieser Wahlabend über den Zustand der Demokratischen Partei aus? Und wie kann sie so unterschiedliche Strömungen zwischen Basisbewegung und Mitte unter einem Dach halten?

Ebenso richtet sich der Blick nach Kalifornien, wo die Wählerinnen und Wähler mit Proposition 50 eine Reform der Wahlkreise beschlossen haben. Hat Kalifornien hier ein wirksames Gegenmittel zu den parteipolitischen Gerrymandering-Manipulationen in Texas gefunden – oder verschärft es die Spaltung noch?

Ein Gespräch über Richtungsentscheidungen, Mobilisierung und die Frage, ob die Demokratie lernfähig bleibt – diesseits und jenseits des Atlantiks.

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