Was hält Europa eigentlich zusammen? Gemeinsame Verträge, Institutionen und Gesetze sind nur ein Teil der Antwort. Demokratie lebt davon, dass Menschen miteinander sprechen, unterschiedliche Perspektiven aushalten und bereit sind, sich selbst einzubringen.
Im zweiten Teil seines Gesprächs mit Anke Wekerle spricht Manuel darüber, wie europäische Werte im Alltag konkret werden und warum persönliche Begegnungen für eine lebendige Demokratie unverzichtbar bleiben.
Ausgangspunkt ist die Veranstaltungsreihe „Europa – Ein Versprechen, das uns alle (ver)bindet“, die die Europa-Union Nordrhein-Westfalen im Mai 2026 gemeinsam mit Partnern in Essen, Bonn und Bocholt veranstaltet hat. Rund 120 Bürger diskutierten dort über Demokratie, Freiheit, Solidarität und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Anke Wekerle berichtet, warum bewusst keine klassische Frontalveranstaltung entstehen sollte. Stattdessen ging es darum, Räume zu schaffen, in denen Menschen Fragen stellen, widersprechen und eigene Erfahrungen einbringen können.
Im Gespräch geht es auch um die Verbindung zwischen digitaler und analoger Öffentlichkeit. Digitale Angebote können Menschen erreichen und Informationen zugänglich machen. Für Anke Wekerle können sie die unmittelbare Begegnung jedoch nicht ersetzen. Gerade europäische Austauschprogramme zeigen, wie stark persönliche Erfahrungen den Blick auf andere Länder, Kulturen und politische Perspektiven verändern können.
Zum Schluss richtet sich der Blick auf Europas Zukunft. Anke plädiert dafür, Bildung und Forschung stärker europäisch zu denken und bestehende Parallelstrukturen zu hinterfragen. Und sie erklärt, was Menschen motivieren kann, sich selbst für Europa und Demokratie zu engagieren.
Über den Gast
Anke Wekerle engagiert sich im Landesvorstand der Europa-Union Nordrhein-Westfalen und gehört dem Speakers-Pool Team EUROPE DIRECT der Europäischen Kommission an. Beruflich arbeitet sie beim Bundesinstitut für Berufsbildung mit europäischen Bildungsprogrammen.
Im Europapodcast spricht sie darüber, wie europäische Politik vermittelt werden kann, wie aus abstrakten Werten gelebte Demokratie wird und warum persönliche Begegnungen für das europäische Projekt eine zentrale Rolle spielen.
Den ersten Teil unseres Gesprächs mit Anke findet ihr in der Folge Der Digital Services Act (DSA): Europas digitale Demokratie vs. Plattformmacht.
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