Drohnen sind längst ein fester Bestandteil moderner Kriegsführung. Besonders der Krieg in der Ukraine zeigt, wie stark sie militärische Fähigkeiten verändern. Gleichzeitig kommen dieselben Technologien zunehmend im zivilen Bereich zum Einsatz. Etwa bei Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten oder im Katastrophenschutz. Damit stellt sich eine zentrale Frage: Wo verläuft noch die Grenze zwischen militärischer und ziviler Nutzung von Drohnen? In unserem Gespräch beleuchten wir die Chancen dieser Entwicklung, aber auch die daraus entstehenden Risiken.

In der bereits achten Folge des Sicherheitssonntags (SiSO) spricht unser Co-Host Florian Schäfer mit Nemo Buschmann vom Digitalverband Bitkom. Gemeinsam werfen die beiden einen Blick auf den Einsatz von Drohnen im Krieg in der Ukraine. Dabei geht es um Aufklärung, Lagebilder und den direkten Einsatz im Gefecht. Dabei wird schnell klar: Die Drohnen-Technologie entwickelt sich in rasanter  Geschwindigkeit weiter. 

Zudem sprechen wir über die Bitkom Drone Days 2025 und 2026. Dabei wird deutlich, wie stark neben der militärischen auch die zivile Nutzung an Bedeutung gewinnt. Polizei, Rettungsdienste und Katastrophenschutz können Drohnen für Lagebilder aus der Luft und eine schnellere Aufklärung einsetzen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie aus einzelnen Pilotprojekten flächendeckende Fähigkeiten entstehen können.

Ein weiterer Schwerpunkt ist das Prinzip des „Dual Use“: Technologien, die sowohl militärisch als auch zivil eingesetzt werden können. Diese Verbindung eröffnet neue Möglichkeiten und birgt zugleich wirtschaftliches Potenzial. Nemo Buschmann gibt Einblicke in konkrete Anwendungsfelder und die Entwicklung von Drohnen in verschiedenen Branchen.

Zum Abschluss geht es um den Heimatschutz. Drohnen können beim Schutz kritischer Infrastruktur und bei Großschadenslagen eine wichtige Rolle spielen. Gleichzeitig wird die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten, Bundeswehr und weiteren Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben immer wichtiger. Nemo Buschmann gibt dabei praktische Einblicke in die Arbeit im Heimatschutz. 

Nemo Buschmann ist Referent für Öffentliche Sicherheit und Verteidigung beim Digitalverband Bitkom. Dort beschäftigt er sich insbesondere mit der Digitalisierung von Sicherheitsbehörden und Bundeswehr, digitalen Schlüsseltechnologien sowie der Rolle von KI, Drohnen und anderen Innovationen für die Sicherheits- und Verteidigungsfähigkeit Deutschlands. Zuvor war er unter anderem in der Beratung tätig. Er studierte Internationale Beziehungen an der London School of Economics.

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