
In der zweiten Folge unserer Staffel zur Staatlichen Europa-Schule Berlin (SESB) geht es um die zentrale Frage: Wer kann eigentlich auf eine SESB gehen und wie kommt man dort hinein? Manuel und Christoph sprechen mit Eltern aus verschiedenen Sprachzweigen, Lehrkräften, einer Schulleiterin und einem ehemaligen Schüler, der heute selbst an der SESB unterrichtet.
Deutlich wird: Die SESB ist eine staatliche, kostenfreie Schule und keine Eliteschule. Sie steht grundsätzlich allen Kindern offen, deren Eltern sich bewusst für zweisprachigen Unterricht entscheiden. In den Klassen lernen idealerweise gleich viele Kinder mit deutscher Erstsprache und Kinder mit einer Partnersprache wie Griechisch, Polnisch oder Portugiesisch. Die Aufnahme läuft über die reguläre Schulanmeldung, bei großer Nachfrage entscheidet ein Losverfahren.
Die Folge zeigt, wie unterschiedlich die Wege in die SESB aussehen. In stark nachgefragten Sprachzweigen wie Deutsch Spanisch oder Deutsch Englisch sind Plätze knapp. In anderen Kombinationen gibt es oft nur einen Standort in der ganzen Stadt, was lange Schulwege und sogar Umzüge bedeuten kann. Gleichzeitig wird deutlich, wie die SESB Bildungswege öffnet. Kinder können vom ersten Schultag bis zum bilingualen Abitur gehen und erwerben Perspektiven in zwei Sprachen und zwei Bildungssystemen. Neben hohen sprachlichen Kompetenzen entstehen soziale Stärke, kulturelle Offenheit und mehrdimensionale Identitäten. Zugleich bleibt der Anspruch Europa für alle eine Herausforderung, weil Plätze begrenzt sind und Strukturen nicht immer ausreichend mitwachsen.

Diese Folge wird durch die Berliner Landeszentrale für politische Bildung im Rahmen von Europe Direct Berlin unterstützt. Europe Direct Berlin wird aus Mitteln der Europäischen Kommission und der Senatskanzlei Berlin finanziert.

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