In der vierten Folge unserer SESB-Staffel rücken wir die Akteure in den Mittelpunkt, ohne die die Staatliche Europa-Schule Berlin nie entstanden wäre und ohne die sie heute nicht funktionieren würde: die Eltern und die AG SESB unter dem Dach der Europa-Union Berlin.

Wir zeigen, wie die SESB aus einer Elterninitiative hervorging, die Mitte der 1980er Jahre gemeinsam mit Lehrkräften und europäischen Institutionen für eine zweisprachige, nicht-elitär gedachte Begegnungsschule kämpfte. Diese Tradition setzt sich bis heute fort. Eltern beschreiben, warum sie sich bewusst für die SESB entscheiden: damit ihre Kinder mit beiden Sprachen und Kulturen aufwachsen können: gleichwertig, selbstverständlich und im Alltag verankert.

Gleichzeitig wird deutlich, wie viel Eltern leisten: Sie organisieren zweisprachigen Ganztag, bauen Fördervereine auf, übersetzen zwischen Kulturen und schaffen eigene zweisprachige Kommunikationsräume. In vielen O-Tönen wird spürbar, dass die SESB für Familien ein echtes Lebensprojekt ist.

Zugleich beleuchtet die Folge die AG SESB als ehrenamtliche Lobby- und Vernetzungsstelle: Sie bringt Elternvertreterinnen und -vertreter aus ganz Berlin zusammen, unterstützt bei Problemen an einzelnen Standorten und vertritt die SESB gegenüber Politik und Verwaltung: oft mit wenig Zeit, ohne Budget, aber mit großer Wirkung.

Am Ende treten auch die offenen Baustellen klar hervor: fehlende Ressourcen, ungleiche Verzahnung zwischen Regel- und Europabereich, eingeschränkte Austauschmöglichkeiten und der Wunsch nach mehr Personal, Räumen und finanzieller Unterstützung für kulturelle Projekte und Fahrten. Eltern und Schulleitungen wünschen sich eine SESB, die stärker in der ganzen Schulgemeinschaft verankert ist und nicht auf dem Engagement Einzelner beruht.

Diese Folge wird durch die Berliner Landeszentrale für politische Bildung im Rahmen von Europe Direct Berlin unterstützt. Europe Direct Berlin wird aus Mitteln der Europäischen Kommission und der Senatskanzlei Berlin finanziert.

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