Der folgende Mitschnitt ist eine Aufzeichnung der Veranstaltung der Europäischen Akademie Berlin: „Italien unter Giorgia Meloni. Rechtsruck, Pragmatismus oder autoritäre Gefahr?“, die am 19. November 2025 in der Freien Volksbühne Berlin stattfand. Im Fishbowl-Format diskutierten Dr. Luca Argenta (Friedrich-Ebert-Stiftung, Rom) und die Berlin-Korrespondentin Uski Audino (La Stampa). Moderiert wurde das Gespräch von Manuel Knapp von der Europäischen Akademie Berlin. Wir danken allen Beteiligten herzlich für ihre Offenheit und die anregende Diskussion.
Seit ihrem Amtsantritt im Oktober 2022 hat Giorgia Meloni Italiens Politik grundlegend geprägt. Innenpolitisch setzte sie Sozialkürzungen durch, trieb Verfassungsreformen voran und verschärfte die Migrationspolitik. Zuletzt mit dem umstrittenen Abkommen mit Albanien zur Auslagerung von Asylverfahren. Außenpolitisch präsentiert sie sich als pragmatische Staatsfrau: klar transatlantisch, distanziert von China, zugleich mit wachsendem Gewicht in der EU und international als Gastgeberin des G7-Gipfels.
Doch wie stabil ist dieser Kurs? Kritiker werfen Meloni vor, autoritäre Strukturen zu stärken und faschistische Kontinuitäten nicht klar zurückzuweisen. Ihre Nähe zu Elon Musk, ihr Umgang mit kritischen Stimmen und die Pläne für ein präsidentielles Regierungssystem werfen Fragen über die weitere Entwicklung Italiens auf. Steht die italienische Republik an der Schwelle zu einer autoritären Demokratie?
Darüber diskutieren:
- Dr. Luca Argenta, Friedrich-Ebert-Stiftung Rom
- Uski Audino, Korrespondentin La Stampa in Berlin
Format: Fishbowl-Diskussion mit Publikumsbeteiligung
Moderation: Manuel Knapp, Studienleiter der Europäischen Akademie Berlin

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