Was uns im April beschäftigt hat: Renovabis, Unmute Europe, Frei gedacht, SISO, Monitoring Europe und die Frage, wie Europa politisch in Bewegung bleibt.
Der April war im Europapodcast ein Monat der Kooperationen und politischen Umbrüche. Wir haben mit Renate Krekeler-Koch über den deutschen Blick nach Osten gesprochen, mit der Europäischen Akademie Berlin Unmute Europe gestartet, gemeinsam mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und der EAB Frei gedacht angekündigt und die erste Folge veröffentlicht. Im Zentrum stand der Machtwechsel in Ungarn. Dazu kamen neue persönliche Europawege, eine SISO-Folge zu Deutschland und Frankreich in der europäischen Sicherheitspolitik und der Start von Monitoring Europe: Wahlen und Zahlen.
Der rote Faden des Monats war die Frage, wie Europa auf politische Verschiebungen reagiert: in Ungarn, in der Zivilgesellschaft, in der Sicherheitspolitik, in Umfragen und in persönlichen Biografien.
Was uns im April besonders beschäftigt hat
1. Deutschland muss genauer nach Osten schauen
Mit Renate Krekeler-Koch, Leiterin der Berliner Repräsentanz von Renovabis, haben wir über Mittel-, Ost- und Südosteuropa, Erinnerung, Begegnung und internationale Bildungsarbeit gesprochen. Die Folge ist ein Plädoyer dafür, europäische Perspektiven nicht zu westlich zu verengen. Wer Europa verstehen will, muss die Stimmen aus dem Osten des Kontinents stärker hören.
Gedanke dazu: Europa wird unvollständig, wenn wir es nur aus westlicher Perspektive erzählen.
Nachhören: Renate Krekeler-Koch über unseren fehlenden Blick in den Osten Europas
2. Unmute Europe startet mit Ungarn
Mit Unmute Europe: Europa im Gespräch haben wir gemeinsam mit der Europäischen Akademie Berlin ein neues Format gestartet. Zum Auftakt ging es um den Machtwechsel in Ungarn. Nach 16 Jahren an der Macht hat Viktor Orbán die Wahl verloren, Péter Magyar und seine TISZA-Partei verfügen über eine verfassungsändernde Mehrheit. Daraus ergeben sich zentrale Fragen: Was bedeutet der Machtwechsel für Ungarn? Was bedeutet er für die EU? Und wie kann demokratische Reparatur nach autoritärer Verfestigung aussehen?
Gedanke dazu: Ein Machtwechsel beendet noch nicht die Folgen autoritärer Politik. Er eröffnet aber ein Fenster für demokratische Erneuerung. Nachhören: Unmute Europe: Was der Machtwechsel in Ungarn für Europa bedeutet
3. Frei gedacht bringt liberale Perspektiven in europäische Debatten
Im April haben wir außerdem unsere neue Kooperation Frei gedacht gestartet: Europapodcast, Europäische Akademie Berlin und Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit arbeiten zusammen, um europapolitische Debatten stärker in den öffentlichen Diskurs zu tragen. Die erste Folge blickte ebenfalls nach Ungarn und fragte, was der Machtwechsel für Europa, liberale Politik und die Zukunft der EU bedeutet.
Gedanke dazu: Europäische Debatten brauchen Räume, in denen Analyse, Haltung und unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen.
Nachhören: Frei gedacht: Orbán abgewählt. Was der Machtwechsel in Ungarn für Europa bedeutet
Zur Kooperation: Kooperationsankündigung: Frei gedacht!
4. Zukunft ist gestaltbar
In Mein Weg nach Europa haben wir mit Theresa Schültken gesprochen. Ihr Weg vom Dorf in Ostwestfalen-Lippe hin zur Zukunftsforschung verbindet persönliche Erfahrung, politische Bildung, KI, Demokratie und globale Entwicklungen. Die Folge zeigt: Zukunftsforschung ist nicht Wahrsagerei, sondern die Arbeit an Möglichkeiten, Szenarien und Handlungsspielräumen.
Gedanke dazu:Â Wer Zukunft gestalten will, muss zuerst lernen, Alternativen sichtbar zu machen.
Nachhören: Mein Weg nach Europa: Vom Dorf ins Zukunftslabor! Wie Theresa Schültken Politik gestalten will
5. Deutschland und Frankreich bleiben Europas sicherheitspolitisches Tandem
In der vierten Folge von SISO sprach Florian mit Jacob Ross von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik über Deutschland, Frankreich und europäische Sicherheit. Die deutsch-französischen Beziehungen bleiben für Europas Handlungsfähigkeit zentral, aber Kooperation bedeutet nicht automatisch Einigkeit. Unterschiedliche strategische Kulturen, Interessen und politische Ausgangslagen prägen das Verhältnis.
Gedanke dazu: Europäische Sicherheit braucht deutsch-französische Kooperation. Aber gerade deshalb muss man auch über Differenzen sprechen.
Nachhören: SISO: Zwischen Kooperation und Differenzen. Die Rolle von Deutschland und Frankreich in der europäischen Sicherheitspolitik
6. Monitoring Europe macht europäische Stimmungslagen lesbar
Mit Monitoring Europe: Wahlen und Zahlen haben wir ein weiteres neues Format gestartet. Gemeinsam mit Dr. Manuel Müller blicken wir auf die politische Stimmung in Europa, nationale Umfragen und mögliche Kräfteverhältnisse im Europäischen Parlament. Die erste Folge fragte: Orbán ist weg. Ist die Rechtsaußenwelle in Europa gebrochen?
Gedanke dazu: Europäische Politik entsteht nicht nur in Brüssel. Sie entsteht aus 27 nationalen Dynamiken, die gemeinsam die Kräfteverhältnisse der EU prägen.
Nachhören: Monitoring Europe: Orbán ist weg. Ist die Rechtsaußenwelle in Europa gebrochen?
Redaktioneller Satz des Monats
Europa ist in Bewegung: in Wahlen, in Kooperationen, in Sicherheitsfragen und in den Geschichten der Menschen, die es gestalten.
Ausblick auf Mai
Im Mai arbeiten wir weiter an den großen Linien, die im April sichtbar wurden. Wir blicken auf Arbeit und Migration in Europa, Erinnerungspolitik rund um den 9. Mai, Europakompetenz in Verwaltung und Beruf, Großbritannien nach den Wahlen, Armenien zwischen Russland und Europa, Demokratie unter Druck mit Daniel Ziblatt und das Verhältnis zwischen der Schweiz und der Europäischen Union.
Frage an euch
Welche der neuen Reihen sollen wir besonders stark ausbauen: Unmute Europe, Frei gedacht, SISO, Monitoring Europe oder Mein Weg nach Europa? Und welche Gäste fehlen aus eurer Sicht noch?
Danke für eure Unterstützung
Der April hat gezeigt, wohin der Europapodcast wachsen kann: mehr Kooperationen, mehr Formate, mehr europäische Perspektiven. Genau dafür ist eure Unterstützung wichtig.
Mit Patreon und Steady helft ihr uns, diese Arbeit langfristig zu planen, Gäste einzuladen, neue Reihen aufzubauen und europäische Debatten hörbar zu machen.
Herzliche Grüße
Euer Europapodcast Team

No responses yet